Krapfen, Faschingskiachle und Berliner

Krapfen
Schwäbische Rezepte

- REZEPT FÜR KRAPFEN -

Schmalzgebackenes wie Krapfen, Faschingskiachle oder auch Berliner werden traditionell zum Ende des Winters, meist in der Fastnacht/Faschingszeit, verzehrt. Mit diesem Rezept lassen sich auch Berliner und gefüllte Apfelkrapfen herstellen.

ZUTATEN 4-5 Personen WERKZEUGE
HEFETEIG:  
500g Mehl (505)
1 (42g) Hefe
200 ml lauwarme Milch
1 Prise Salz
50-60 g Zucker
5 Eigelb
80 g zerlassene Butter
Fett:  
> 500 g Butterschmalz,
Schweineschmalz,
Frittierfett
Belag/Füllung:  
 

Puderzucker oder
Zucker&Zimt oder
Zuckerguss oder
Schokoladenglasur

Marmelade,
Apfelkompott,
Vanillepudding

Holzkochlöffel,
große Teig-Schüssel,
Wok / Friteuse / hohe Pfanne / Kochtopf oder Friteuse
Nudelholz

Zubereitungszeit: ca. 1h
Backzeit: ca. 5 Minuten

 

ZUBEREITUNG

Teig:
Das Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde machen. Die Hefe mit etwas lauwarmer (!) Milch auflösen und zusammen mit ~2 TL Zucker in die Kuhle giessen. Die Flüssigkeit mit etwas Mehl bedecken und die Schüssel mit einem Handtuch zugedeckt für ca. 15 Minuten an einem warmen Ort (früher wurde der Hefeteig immer unter die Bettdecke getan) gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Butter zerlassen und lauwarm abkühlen lassen. Anschliessend mit den 5 Eigelb kurz schlagen. Die Butter-Ei-Masse darf auf keinen Fall direkt auf den Hefe-Vorteig gegossen werden, da sonst der Teig nicht aufgehen kann. Deshalb erst den Vorteig und das Mehl kurz mit dem Kochlöffel verrühren und dann erst die Butter-Ei-Mischung dazugeben. Den Teig ordentlich von Hand kneten bis er blasen wirft. Klebt der Teig zu sehr, muss noch etwas Mehl ran. Anschliessend nochmals 15-20 Minuten gehen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat.

Zubereitung:
Den Teig nochmals kneten und dann etwa 5mm dick ausrollen und in die gewünschte Form schneiden (Dreiecke, Rechtecke...), oder für Berliner kleine Teigklopse (ca. 5 cm Radius) formen. Mit einem Handtuch bedecken und das Fett in dem entsprechenden Gefäß auf ~180°C erhitzen (Löffeltest: Holzkochlöffel muss nach 1 Sekunde im Fett Bläßchen schlagen).

Die Krapfen kurz auf jeder Seite ca. 2 Minuten goldbraun ausbacken (die Mitte darf hell bleiben). Beim Ausbacken müssen die Krapfen frei schwimmen können, sonst kleben sie zusammen oder brennen am Boden an. Daraufhin (auf Küchenpapier) abtropfen lassen und sofort mit entweder mit Puderzucker oder Zucker & Zimt betreuen und auf Wunsch mit der Küchenspritze/Sahnebeutel Füllung einfüllen.

Krapfen schmecken warm am besten. Dazu gibt's lecker frisch gemahlenen Cappuccino oder echten Kakao.

Guten Appetit oder wie wir Schwaben sagen: "an Guahda!"

Tipps:

  • ACHTUNG - heisses Fett! Niemals die Kochstelle verlassen. Fettbrände niemals mit Wasser, Schaumlöschern etc. löschen. Brand immer ersticken (Deckel, Decke, etc.). Man sollte meinen, dass das jeder der an einem Herd stehen darf weiss - wie ich jedoch im Fernsehen erfahren musste gibt es diesbezüglich grosse Bildungslücken in der (nichtkochenden?) Bevölkerung.
  • Am Anfang macht man immer erst einen Probekrapfen, um zu sehen, ob das Fett heiss genug ist. Ist das Fett zu kalt, so saugen sich die Krapfen voller Fett.
  • Meine Oma hat die Krapfen immer über's Knie ausgezogen: in der Mitte hauchdünn und am Rand ein Teigwulst. So werden die Krapfen in der Mitte knuprig und aussen weich. Diese Methode ist eine langwierige (aber leckere) Angelegenheit.

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