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Leckere schwäbische Rezepte - Prolog

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- PROLOG -

es war einmal ein völkchen, das lebte seit jahrtausenden jahrhunderten in der kühlen norddeutschen tiefebene und da diese region nicht gerade sonnenverwöhnt ist hatte dieses volk neben merkwürdig anmutenden sitten wie "boseln" auch keine vernünftige kulinarische identität. dieses völkchen - man nennt sie fischköpfe - aß tagaus tagein immer nur kartoffeln mit einem zähen kraut, welches tagelang gekocht werden musste um überhaupt geniessbar zu sein. dieses kraut hiess grünkohl und man benötigte unmengen an vor fett triefender wurst (pinkel genannt) um das gemisch von kartoffeln und kohl den gaumen hinunter zu befördern. anschliessend wurden die sowieso schon verkümmerten geschmacksknopsen und der magen mit alkohol betäubt, damit die ganze masse nicht wieder die reverse peristaltik nutzend ans tageslicht kam.

doch eines schönen tages kam ein schwäbischer jüngling in die norddeutsche tiefebene um dort seine mission, den fischköpfen das kochen beizubringen, zu beginnen. er sagte zu den fischköpfen "sehet, ihr esst nur speisen, deren zutaten die sonne nie geseh'n. eure küche ist weithin als rückständig und bar jeder spezialität bekannt! das ist eine schand'!". dies machte die fischköpfe wütend, und sie schrien aus verletztem nationalstolz herraus: "wir haben aber doch spezialitäten wie labskaus und knipp!". von solch übelschmeckenden gerichten jedoch liess sich der schwabe nicht abschrecken. "und wir haben matjes, scholle und spargel!". die antwort wissend, erwiderte er den fischköpfen: "und was esst ihr dazu? doch nur fahle kartoffeln und andere wurzeln, die ihr in feuchtem moorgrund anbaut. eure mahlzeiten sind so abwechsungsreich wie eure landschaft!"

da öffnete der schwabe seinen küchenschrank und zeigte den erstaunten fischköpfen die verwendung von gewürzen und kräutern, von mehl und eiern und von butter und sahne - alles zutaten, die die fischköpfe bislang gar nicht kannten. er kochte die leckersten gerichte deren zubereitung er in seiner schwäbischen heimat erlernt hatte und schmeckte sie mit dem geschmackssinn den er bereits mit der muttermilch aufgesogen hatte ab.

daraufhin versammelte er eine ausgewählte schar von fischköpfen um sich und sie aßen gemeinsam, bis ihre bäuche prall gefüllt mit den kulinarischen kostbarkeiten süddeutschlands waren. und siehe da - der fischkopp sah und schmeckte das es gut war! fortan sollte der jüngling ihr küchenmeister sein und die nachfolgenden generationen an seiner kunst teilhaben lassen.

um auch anderen fischköpfen, als denen die sich noch bis heute um den jüngling mit den leckeren speisen scharen, die möglichkeit zu geben an den gaumenfreunden teilzuhaben, sind hier einige der wichtigsten rezepte der schwäbischen und süddeutschen küche aufgeführt.

guten appetit und nix für ungut

(fischköpfe sind ja manchmal so humorvoll wie die berge in der norddeutschen tiefebene hoch sind ;-) )

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