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Zwiebelkuchen

von robman
Erstellt 04/01/2005 - 15:12
Schwäbische Rezepte

- REZEPT FÜR ZWIEBELKUCHEN -

Zwiebelkuchen Serviervorschlag

Dieses traditionelle Herbstgericht kann man im Schwäbischen und anderen Weinanbaugebieten Deutschlands immer kurz nach der Weinernte geniessen. In vielen Regionen wird Zwiebelkuchen und Sußer (Federweisser) in sog. "Besenwirtschaften" angeboten. Diese zumeist nur provisorisch eingerichteten Lokalitäten mit uriger Atmosphäre haben nur im Herbst geöffnet und sind eine echte Attraktion.

ZUTATEN (1 Blech / 4-5 Personen) WERKZEUGE
HEFETEIG:  
500g Mehl (505)
1 (42g) Hefe
250 ml Wasser
1 TL Salz
1/2 TL Zucker
1 Eigelb
80g Schmalz / Butter
BELAG:  
1.25 Kg Zwiebeln
200g Speck (geräuchert)
  Schmalz
1 TL Kümmel (ganz)
GUSS:  
0.2 l Sauerrahm
0.2 l Schmand / Creme Fraiche
5 Eier
  Salz, frisch gemahlener
schwarzer Pfeffer,
Muskatnuß,
gemahlener Kümmel,
ggf. Kräuter

große Teig-Schüssel,
großer Kochtopf / Pfanne,
Schüssel für Guß
Backblech

Zubereitungszeit: ca. 1h
Backzeit: ca. 45 Minuten

 

ZUBEREITUNG

Vorteig:
Das Mehl (450g) in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde machen. Die Hefe mit etwas lauwarmem (!) Wasser auflösen und zusammen mit dem Zucker in die Kuhle giessen. Die Flüssigkeit mit etwas Mehl bedecken und die Schüssel mit einem Handtuch zugedeckt für ca. 15 Minuten an einem warmen Ort (früher wurde der Hefeteig immer unter die Bettdecke getan) gehen lassen.
Bis der Hefeteg das erste mal gegangen ist, kann man schonmal die Zwiebel in Würfel schneiden.

Hauptteig:
Den Schmalz und/oder Butter langsam zerlassen und wieder abkühlen (!) lassen. Den Vorteig zusammen mit dem restlichen Wasser, dem Eigelb und Salz kurz verrühren. Anschliessend das Fett langsam einrühren. Nun den Teig kräftig durchrühren und danach mit bemehlten Händen gut durchkneten bis sich Teigblasen bilden. Den enstandenen Teigkloß mit etwas Mehl bestreuen und wieder zugedeckt 15 Minuten lang an einem warmen Ort gehen lassen.

ZwiebelnBelag:
Den gewürfelten Speck mit etwas Schmalz langsam auslassen und knusprig werden braten. Den Speck beiseite stellen.
Die gewürfelten Zweibel mit dem Schmalz des Specks glasig andünsten (nicht bräunen!). Sollte man keine sehr große Pfanne haben, eignet sich hierzu auch ein Kochtopf. Gut Salzen und Pfeffern. Ganzen Kümmel in Mörser vorher leicht zerdrücken und den Zwiebeln hinzugeben. Zwiebeln vom Herd nehmen und abkühlen lassen. 2/3 der Speckwürfeln untermengen.

Guss:
Die saure Sahne wird mit dem Schmand / Creme Fraiche und den Eiern verquirlt und mit Salz & Pfeffer, einer Brise Muskatnuss, etwas gemahlenem Kümmel und ggf. den Kräutern gewürzt.Der Teig - dessen Volumen sich mittleweile verdoppelt haben sollte - nochmals kurz durchkneten, auf einer bemehlten Fläche ausrollen und auf das leicht gefettete Backblech geben. Einen ca. 2cm hohen Rand hochdrücken und mit einer Gabel o.ä. viele kleine Löcher in die Teigfläche stechen. Anschliessend nochmals 10 Minuten zugedeckt gehen lassen.

Zwiebelkuchenbelag

Den Zwiebelbelag auf dem Blech verteilen, den Guss langsam hinzugeben und dabei darauf achten dass nicht zuviel Guss zugegeben wird (Überlaufgefahr).

Zwiebelkuchen mit Guss

Eventuell übrigbleibenden Guss verwerfen. Mit den restlichen 1/3 der Speckwürfel garnieren und im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten bei rund 200 °C goldbraun backen.

Zwiebelkuchen goldbraun gebacken

Als Getränk empfehle ich stilecht gut gekühlten, roten oder weissen "Sußer" (Federweisser, halbvergorener Traubenmost. Wer die Möglichkeit hat am Besten direkt vom Winzer) oder wie immer einen guten Trollinger :-)

Guten Appetit oder wie wir Schwaben sagen: "an Guahda!"

Wissenswertes


URL:
http://www.koepf.de/rezepte_zwiebelkuchen.html