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Veröffentlicht auf Lost In Formation (http://www.koepf.de)

Schupfnudeln

von robman
Erstellt 04/01/2005 - 14:36

Schwäbische Rezepte

- REZEPT FÜR SCHUPFNUDELN -

Schupfnudeln mit Sauerkraut ist ein traditionelles schwäbisches Wintergericht (wegen des Vitamin C im Sauerkraut). Sie eignen sich ebenfalls optimal als leckere und zugleich kostengünstige (ja, ja, die Schwaben) Stärkebeilage zu deftigen Fleischgerichten. Ihre Zubereitung ist etwas mühsam und zeitaufwendig, dafür kann man aber gleich größere Mengen produzieren und die gekochten Schupfnudeln sehr gut einfrieren.

ZUTATEN (4-5 Personen) WERKZEUGE
TEIG:  
1 Kg Mehl
1 Kg Kartoffeln (festkochend)
4 Eier
1/2 TL Muskat
3-4 TL Salz
1 Prise Pfeffer
SONSTIGES:  
> 300g Mehl für Arbeitsfläche und Hände
  Schmalz um Anbraten

Teig-Schüssel, kleine Schüssel für Mehl, große bemehlte Arbeitsfläche, großer Kochtopf, Nudelsieb, große Pfanne zum Anbraten

Zubereitungszeit: ca. 1 h + Zeit für Kartoffelzubereitung
Garzeit: wenige Minuten

 

ZUBEREITUNG

Teig:
Am besten schon am Vortag die Kartoffen schälen und kochen (wer hat im vitaminschonenden Dampfkochtopf). Die Kartoffeln sehr fein zerkleinern (geht übrigens optimal mit einem "Spätzleschwoab [1]"). Kartoffeln abkühlen lassen.Gesiebtes Mehl, Kartoffeln, Eier, Muskat, Salz und Pefffer in einer Schüssel zu einem festen Teig kneten. Vorsicht, die Teigmasse klebt ungemein - immer wieder Hände und Schüsselboden mit Mehl bestreuen. Ordentlich durchkneten und Geschmack überprüfen (darf nicht Fade sein) - ggf. noch etwas Salz zugeben. Den fertigen Teig mindestens 20 Minuten ruhen lassen.Anfertigung der Schupfnudeln:
Die Arbeitsfläche mit ordentlich Mehl bestreuen und eine kleine Schüssel mit Mehl füllen. Vom Teig mit dem Messer etwa eine große Handvoll abtrennen und mit den vorher bemehlten Händen(!) zu einer Wurst von ca. 2-3 cm Durchmesser rollen. Die Teigrolle mit dem Messer in ca. 1 cm breite Stückchen schneiden.Mit den gut bemehlten Händen nun ein Stückchen des Teiges zwischen den Handflächen (ca. 75° Winkel der Handflächen zueinander) mehrmals kräftig rollen und in die mit Mehl gefüllte Schüssel hineinfallen lassen ("schupfen"). Die Schupfnudel sollten so ihre typische Form mit dickem Bauch und spitzen Enden bekommen (erfordert etwas Übung, Die Form hat aber zum Glück keine wesentliche Auswirkung auf den Geschmack ;-) ). Die Schupfnudeln aus der Schüssel auf die bemehlte(!) Ablage/Arbeitsfläche legen und die nächsten Nudeln fertigen. Zwischendurch Hände immer wieder bemehlen, der Teig klebt wirklich ungemein.

Zubereitung:
Jeweils ca. 20 der angefertigen Schupfnudeln in einem großen Kochtopf mit kochendem Salzwasser und einem Schuß Öl geben, kurz vorsichtig umrühren, damit die Schupfnudeln nicht am Boden ankleben. Nachdem die Nudeln ca. 30 Sekunden oben schwimmen können sie mit einem geeigneten Werkzeug entnommen werden und sollten dann mit kaltem Wasser angeschreckt werden, da sie sonst unschön zusammenkleben. Etwas Butter über die Nudeln kann auch nicht schaden, dann kleben die Nudeln auch beim Einfrieren nicht so zusammen.Wer die Schupfnudeln als Beilage verwenden will sollte sie in ordentlich Butter&Schmalz mit etwas Pfeffer und Salz goldbraun angebraten und sofort servieren.

Alternativ kann man sie auch zusammen mit Sauerkraut, Kümmel, Salz, Pfeffer und Speck braten, was dann als eigenständiges Gericht auch über die Grenzen des Schwabenländles hinaus bekannt ist.Guten Appetit oder wie wir Schwaben sagen: "an Guahda!"

Wissenswertes & Tips:


URL:
http://www.koepf.de/rezepte_schupfnudeln.html