Gegen die Wand

Filme

Regie: Fatih Akin
Schauspieler: Birol Ünel, Sibel Kekilli
Jahr: 2004
IMDB: http://www.imdb.com/title/tt0347048/
Offizielle Homepage: http://www.gegendiewand.de/
Note Sound: 6/10
Note Bild: 6/10
Note Handlung: 6/10

Fazit:
Deutschtürkendrama um eine Liaison Fatale

Plot:
Der Hamburger Cahit Tomruk (Birol Ünel, der mich an eine Mischung aus Helge Schneider und Klaus Kinski erinnerte) überlebt seinen eigenen PKW-Crash-Selbstmordversuch und lernt in der psychiatrischen Abteilung die hübsche Selbstmörderin Sibel Güner (Sibel Kekilli) kennen. Aus der Scheinheirat der beiden, die Sibel von Ihrer konservativen Familie befreien sollte, entwickeln sich echte Gefühle die die Antagonisten aber immer weiter an den Rand des Abgrundes bringen, welche offensichtlich weder miteinander noch ohne einander ihr Leben bestreiten können. Schliesslich erschlägt Cahit im Alkohol-Affekt einen Ex-Liebhaber Sibels und Sibel geht zu Ihrer Tante nach Istanbul. Jahre später taucht Cahit wieder auf und Sibel steht erneut vor der Entscheidung.

Alles steht stets auf der Kippe zwischen inniger Liebe und Selbstmord: manische-depressive borderline Gesellschaft 2004

Teilweise sehr amüsant in Szene gesetzt ist der Mikrokosmos der in Deutschland lebenden Türken. Wofür es aber den goldenen Bären und den anschliessenden grossen Skandal wegen Hardcore-Pornos der Hauptdarstellerin gab, ist mir bislang verschlossen geblieben. Der Film geht teilweise schon unter die Haut, die Darstellung der Amour Fatale und des gnadenlosen Absturzes der Beteiligten ist jedoch schon besser in Filmen wie z.B. "Betty Blue" umgesetzt worden.

Bild & Ton sind wenn auch nicht berauschend soweit ok, zum Ohrenschmaus werden die eingestreuten Hits von Depeche Mode und Sisters of Mercy.